Fragmente







…Leben - eine ständig sich ändernde Dynamik…

Schrift spielt in den Arbeiten als Symbol für oder die Suche nach festen Strukturen eine Rolle - oder eben dem Scheitern daran.  Was wirkt ist der persönliche Moment. . 

Durch einen Prozess von Überlagerung, Fragmentierung, Übermalung entstehen Strukturen, die einen Raum vorbereiten. Dabei kommt es während des Arbeitsprozesses zu einem Punkt, an dem sich Inhalt und Material spontan zu etwas Neuem verbinden. Man könnte das partiell verwendete Gold als Symbol dieses „alchemistischen“  Prozesses, dem Finden sehen. Die Gratwanderung zwischen Zerfall und Entstehen finde ich spannend.

Die hochglänzenden Collagen aus den Jahren 24/25 sind mit einer inhomogene Kunstharzschicht fixiert. Die dadurch entstehende neue Ebene schafft Distanz und ist auch ein sichtbares Zeichen für den Abschluss des Entstehungsprozesses.

Die Textfragmente haben manchmal Bezug zum Bildhaften - oder stehen auch bezugslos als „Alternative“ im Raum. Deren Koexistenz repräsentiert die grundsätzliche Spannung zwischen Wort und Bild, Wirklichkeit und Traum, Kopf und Herz.

Warum bin ich Künstler?
  weil ich Freude daran habe oder es notwendig erscheint, die Dinge immer wieder frisch zu sehen, immer wieder Anfänger zu sein 

                          Joachim Fritz-Albers